Zahnbleaching
Ob in der Werbung oder auf der Kino-Leinwand: Weiße Zähne sind in Mode. Das perfekte Lächeln ist in den USA mittlerweile ein Statussymbol. Zahnaufhellende Mittel und Bleaching-Methoden finden reißenden Absatz. Kritiker verspotten die perfekt weißen Zähne von Hollywood-Stars dagegen als „Farbton Toilettenweiß“ (toilet white).
Auf dem Weg zu weißeren Zähnen ist allerdings Vorsicht geboten. Grundsätzlich gilt: Zuerst den Zahnarzt konsultieren, bevor man eigenmächtig Dinge unternimmt, die Zahn und Zahnfleisch mehr Schaden als Nutzen bringen.
Zahnpasten, die weißere Zähne versprechen, haben oftmals nur mäßige Wirkung und können die Verfärbungen, die durch Rauchen bzw. den übermäßigen Konsum von Wein und Kaffee entstehen, nur zum Teil entfernen. Langfristig wird sogar das Gegenteil erreicht, da in der Zahnpasta Zusatzstoffe beigemengt sind, die den Zahnschmelz angreifen. Hierbei wird auch das Zahninnere, bestehend aus dem gelbbräunlichen Dentin, immer deutlicher sichtbar.
Eine andere Möglichkeit, die Zähne aufzuhellen, bietet das sogenannte Bleaching. Davor sollte man jedoch beim Zahnarzt eine professionelle Zahnreinigung durchführen lassen. Bei ihr kommen spezielle Bleichmittel wie Wasserstoffperoxid oder Carbamidperoxid zum Einsatz, mit denen hartnäckige Verfärbungen entfernt werden. Zugleich beugt die Behandlung Karies und Parodontose vor. Die Kosten belaufen sich auf 50 – 150 Euro und werden in den wenigsten Fällen durch die gesetzliche Krankenversicherung übernommen. Eine Zusatzversicherung hierfür wird von vielen Kassen angeboten und ist in jedem Fall ratsam.
Nach der Zahnreinigung kann das Bleaching durchgeführt werden. Dabei bekommt der Patient eine Schiene mit Flüssigkeit aufgesetzt, die dann ca. 20 Minuten einwirkt. Am Ende lässt sich eine deutliche Aufhellung der Zähne feststellen, die dann für die nächsten drei Jahre Bestand hat. Für den kosmetischen Eingriff, der zwischen 400 und 600 Euro kostet, zahlen die Krankenkassen jedoch nicht.