Zähneknirschen
Bruxismus und CMD
Vom nächtlichen Zähneknirschen sind etwa ein Drittel der Menschen betroffen, so dass man durchaus von einer Volkskrankheit sprechen kann. Die Ursache hierfür sind meist Stress im Alltag oder Frustrationen, die sich angestaut haben. Durch die seelische Anspannung werden Muskelverspannungen im Nackenbereich und in der Kaumuskulatur verursacht. Diese Verspannungen lösen nachts das Zähneknirschen aus.
Es gibt verschiedene Ausmaße des Zähneknirschens. Beim einfachen Zähneknirschen, auch Bruxismus genannt, reiben nachts die Zahnflächen aufeinander, wodurch ein Zahnabrieb verursacht wird. Falls dieser Abrieb sehr weit fortgeschritten ist, benötigt man einen Zahnersatz, dessen Kosten ohne Zahnzusatzversicherung selbst getragen werden müssen. Bei einem Teil der Patienten liegt jedoch sogar eine Craniomandibulären Dysfunktion vor, die den den ganzen Körper negative Auswirkungen haben kann. Bei dieser sogenannten CMD tritt ein Fehlbiss oder eine Fehlstellung im Kiefer auf, durch welche Nacken- und Rückenschmerzen sowie Kopfschmerzen, Migräne und Tinnitus ausgelöst werden können.
Gegen die Symptome des Zähneknirschens hilft in beiden Fällen eine persönlich angepasste Aufbissschiene, die nachts getragen wird. Diese Schiene bekämpft jedoch nicht die Ursachen der Krankheit. Oft wird sie binnen einiger Monate durchgekaut und muss ersetzt werden. Um einen Bruxismus oder eine CMD langfristig zu heilen, müssen Enspannungsübungen der Kiefermuskulatur durchgeführt werden. Ebenfalls empfehlenswert ist es, innere Ruhe zu erreichen und sein seelisches Gleichgewicht zu finden. Hierzu gibt es Entspannungstechniken wie beispielsweise autogenes Training. Im Einzelfall ist es ratsam, zusätzlich eine psychotherapeutische Bahandlung in Anspruch zu nehmen, um seelische Belastungen zu therapieren.