Versiegelung der Zähne

Zahn-/Fissurenversiegelung

Die Versiegelung der Zähne wird auch Fissurenversiegelung genannt und dient der Kariesvorbeugung. Die Behandlung stellt ein gängiges Verfahren in Zahnarztpraxen dar und wird bis zum 18. Lebensjahr von der Krankenkasse bezahlt. Fissuren in den Zähnen stellen eine besondere Gefahrenquelle für Karies dar, die äußerst schwer zu reinigen ist. Vor allem wenn es sich um sehr tiefe Fissuren handelt, können diese Stellen mit der Zahnbürste kaum erreicht werden. Da zeigt auch ein ausgiebiges Putzen der Zähne keinerlei Wirkung. Hauptsächlich werden die anfälligen Backenzähne durch Versiegelung behandelt. Dies empfiehlt sich, da die großen Kauflächen einer besonderen Beanspruchung ausgesetzt sind und es hier häufig zu Fissuren kommt.

Fissurenversiegelung nach der Reinigung der Zähne

Eine Versiegelung der Zähne ist nur dann sinnvoll, wenn diese zuvor einer professionellen Reinigung unterzogen wurden - andernfalls könnte sich unter der Versiegelung trotzdem Karies bilden. Auch kariöse Stellen müssen zuvor natürlich behandelt werden. Nach der gründlichen Reinigung wird ein spezielles Säuregel auf die zu behandelnden Stellen aufgetragen. Das säurehaltige Gel raut die Zahnoberflächen auf, damit das Versiegelungsmittel besser haften kann. Als Nächstes erfolgt eine ausgiebige Trocknung der Zähne, um anschließend eine dünne Kunststoffschicht auftragen zu können. Nachdem die Zähne mit dem Lack überzogen wurden, wird dieser mit Hilfe von UV-Licht ausgehärtet. Abschließend werden die Zähne abgeschliffen, falls es irgendwo zu kleineren Unebenheiten gekommen sein sollte.

Der gesamte Vorgang wird innerhalb kurzer Zeit erledigt und ist für den Patienten schmerzfrei. Nur in sehr wenigen Fällen treten Unverträglichkeiten auf, die jedoch im Vorfeld mit dem Arzt geklärt werden können. Dabei könnte es sich beispielsweise um eine allergische Reaktion auf das Material handeln. Wird der Versiegelungsprozess korrekt ausgeführt, verspricht die Behandlung eine Wirksamkeit von etwa sieben Jahren. Während dieser Zeit soll das Risiko für Karies um etwa die Hälfte reduziert werden. Die Behandlung empfiehlt sich zur Prophylaxe, sollte jedoch nicht als Ersatz für eine gründliche Mundhygiene angesehen werden. Sie ist kein Garant für kariesfreie Zähne. Der Reinigung des Mundraums sollte also nach einer Zahnversiegelung noch die gleiche Aufmerksamkeit geschenkt werden wie zuvor.

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Weiße Zähne